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  • AutorenbildSavitri

Riesige Eisschollen am Strand


Ein Blick auf die kommende Woche zeigt: Es wird wieder richtig kalt. Warum auch nicht, wir haben schließlich erst Februar, auch wenn überall bereits die zarten Schneeglöckchen leise läuten.


Komm mit mir auf einen imaginären Kurztrip an das winterliche Meer. Du wirst es nicht bereuen, denn auch das eisige Meer kann dich entspannen und dir Erholung schenken – und das ziemlich rasch.


Stell dir also vor, du bist in einer kleinen Stadt an der stürmisch-kalten Nordsee. Es ist nicht mehr weit bis zum Strand. Ein eisiger Wind schlägt dir ins Gesicht und du kuschelst dich tiefer in deinen warmen Wollschal, während du dem Strand entgegenstapfst.


Ein schmaler Sandweg führt von der Strandpromenade mitten durch die mit Riedgras bewachsenen Dünen hinunter zum Meer. Du spürst, wie schwer sich deine Füße und Beine durch den feuchten Seesand bewegen lassen, wie sich dein Körper dem starken auflandigen Wind entgegenstemmt. Du schmeckst die klare, frische, scharfe Seeluft als salzigen Geschmack auf deiner Zunge.


Noch ein Stück, dann stehst du am Ufer des Meeres und staunst. Riesige Eis-schollen, viel größer als du selbst, türmen sich kreuz und quer am Strand. Der Sturm hat noch nicht alle an Land getrieben und scharfkantig hoch aufgestellt. Einige schwimmen noch schaukelnd im Wasser. Möwen, Enten und andere Wasservögel haben sich auf ihnen niedergelassen oder fliegen laut rufend über das tobende Wasser.


Donnernd und schäumend branden die Wellen gegen die hochstehenden natürlichen Eiswände. Der Sturm versucht, dich aus dem Gleichgewicht zu bringen und lässt dich straucheln. Du kletterst rasch auf eine Eisscholle, die Sturm und Wasser am Strand aufgerichtet haben und drückst dich in eine Nische zwischen den eisigen Wänden aus gefrorenem Wasser.


Du fühlst dich wie im Eispalast der Schneekönigin. Um dich herum die bizarren, riesigen Eissplitter, viel größer als du selbst, dazu der raue, peitschende Wind, die gewaltige Wucht der herankommenden Wellen mit hohen weißen Schaumkronen, die kreischenden Möwen hoch über dir.


Da! Ein Seeadler saust im Sturzflug Richtung Wasseroberfläche und greift sich einen Fisch, den die Wellen in ihrem wilden Tanz aus der Tiefe nach oben gerissen haben. Du spürst die Kraft der entfesselten Naturelemente und lässt sie auf dich wirken.


Dann nimmst du die vorbereiteten Weißbrotwürfel aus deiner Jackentasche und wirfst sie hoch in den Wind. Sofort stürzen sich die Möwen auf die willkommene Gabe und fangen die meisten Krümel bereits in der Luft. Diese weiß-grauen Meeresvögel sind wahre Luftakrobaten.


In der Nähe siehst du einen vergessenen Strandkorb stehen. Du kletterst von deiner Eisscholle und stiefelst durch den nassen schweren Sand dorthin.


Du setzt dich hinein. Hier bist du geschützt vor Wind, Wogen und Eis. Die kleine Thermoskanne in deinem Rucksack spendet dir einen herrlich würzigen, heißen Tee. Du spürst ihn wohlig in deinen Körper rinnen.


Entspannt und ruhig lässt du diese einmaligen, faszinierenden Winterbilder noch etwas auf dich wirken...

Bis zum nächsten Mal 😉

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